Tagungsorganisation und -moderation

Digitaler Landesfachtag Kunst 2021: Comic

Comics sind beliebt in der Schule – nicht nur als Unterrichtsmittel oder -gegenstand im Fach Kunst. Häufig werden sie jedoch, gerade aus fachfremder Sicht, in ihrer Komplexität und ihrem Potenzial unterschätzt. Comics vereinen unterschiedliche ästhetische Ausdrucksformen, typischerweise Bild und Schrift, in Webcomics mitunter auch Ton und Bewegtbild – sie sind hybrid. Sie überschreiten als Print- oder Webcomic Mediengrenzen und können durch Aufforderungen zum Mitzeichnen oder Hyperlinkstrukturen in digitalen Comics partizipativ und interaktiv sein. Als Bildfolgen sind sie sequenziell angelegt und erfordern damit eine spezifische Art der Produktion und Rezeption. Die zahlreichen Formate und Genres spiegeln den Facettenreichtum dieser Kunstform wider und reichen vom Comicstrip und Funny zu Manga, Graphic Novel, Superhelden-, Sach-, Literatur- und Webcomic. In den letzten Jahren wurde das Medium somit zu einem wichtigen Ausdrucksmittel, um ganz unterschiedliche soziale Themen anzusprechen, insbesondere die Aspekte Inklusion, Queerness und Migration sind hier zu nennen.
Am 20. November 2021 fand ein digitaler Fachtag des IQSH (Johanna Ludwig) in Zusammenarbeit mit der Europa-Universität Flensburg (Prof. Dr. Friederike Rückert) und dem BDK-SH (Jana Mücke, Chiara von Rönne) statt, dessen maßgebliches Ziel es war, die Potentiale des Comics für den Kunstunterricht aufzuzeigen. Die Veranstaltung wurde per Videokonferenz durchgeführt, Studierende des Faches Kunst & visuelle Medien assistierten dabei in den einzelnen Workshops und Vorträgen. Das Programm des Fachtages bot unter anderem die Möglichkeit, in Fachvorträgen und Workshops, grundlegende Gestaltungsfragen in den Blick zu nehmen und Neuentwicklungen des Comics miteinander kennenzulernen. Die modulare Konzeption ermöglichte es jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer einen individuell zusammengestellten Fachtag zu erleben. Zielgruppe waren Lehrkräfte verschiedener Schularten, Studierende, Comic-Liebhaber:innen…

Vorträge und Workshops: Petra Böckmann: Digitale Erstellung von Comics mit Procreate; Tim Eckhorst: Comics entwickeln; Prof. Dr. Dietrich Grünewald: Potentiale des Comics für den Kunstunterricht; Prof. Dr. Dietrich Grünewald: Comic und Bildende Kunst; Jana Mücke: Talking (of) animals; Sabine Multhaup: Comics und Politik im Zeitalter des Klimawandels; Hinnerk Rohde: Comic in der Unter- und Mittelstufe; Renate Schoeneich: Ein Hauch Abstraktion; Dr. Susanne Schwertfeger: Im Zeichen der Pandemie – Comic und Corona; Sonja Schmidt: Comicfiguren perspektivisch zeichnen; Dr. Lukas R.A. Wilde: Trägermedien, Formate und Erzählmodi: Medienästhetische Perspektiven auf Comics, Mangas, Graphic Novels; Marcus Witt: Comic einmal anders sehen.

Digitaler Landesfachtag Kunst 2020: Stop and Motion 

Am 14. November 2020 fand erstmals ein digitaler Fachtag des Instituts für Qualitätsentwicklung Schleswig-Holstein (Johanna Ludwig) in Kooperation mit der Europa-Universität Flensburg (Prof. Dr. Friederike Rückert) und der Hochschule Flensburg (Prof. Jim Lacy) in Zusammenarbeit mit »Irgendwas mit Medienzentrum« und dem BDK Fachverband für Kunstpädagogik e.V. statt.

Das Format des Fachtages musste in der aktuellen Situation die Herausforderung bewältigen, analoge künstlerische Prozesse ins Digitale überführen. Beispielhaft wurde dabei die Stop-Motion-Technik in den Fokus gerückt. Bei näherer Betrachtung bietet das Verfahren eine überraschende Parallele zur Gegenwart: eine Gesellschaft zwischen den Zuständen von Starre und Bewegung – wobei der Wechsel, neben Zugeständnissen und Hürden, auch Potenziale offenbaren kann. Um dem Thema gleich zu Beginn das nötige Gewicht zu verleihen, startete der Fachtag mit einem Expert:innengespräch zwischen den beiden renommierten, preisgekrönten Trickfilmkünstler:innen Jim Lacy und Tine Kluth.

Weitere Vorträge / Diskussionen / Projektvorstellungen: Katharina Brönnecke: Stop-Motion-Zauber für den (digitalen) Kunstunterricht; Dr. Ahmet Camuka: Stop-Motion-Filme für den Unterricht – fächerübergreifend; Nikola Dicke, Linda ten Dam: Roots and Wings / Wurzeln und Flügel; Dr. Carolin Ehring: Pixilation oder von der Kunst zu fliegen; Markus Iske: Surrealistrick mit selbst erstellten Trickboxen; Ulrike Kaiser: Verbindung analoger und digitaler Techniken mit verschiedenen Apps am I-Pad; Achim Robert Kirsch: Das magische Rezept; Dr. Christian Römmelt: Kinder gestalten Trickfilm-Geschichten.

2. Landesfachtag Museumspädagogik 2020: Begegnungen – Schule und der andere Ort 

Wir beginnen den Landesfachtag nach der Begrüßung mit drei kurzen Vorträgen, die das Thema allgemein und dann beispielhaft auf die Fächer Geschichte und Kunst heruntergebrochen beleuchten. Für diese Vorträge haben wir zunächst Prof. Dr. Tobias Nettke von der HTW Berlin gewonnen, der bereits zahlreiche Publikationen zu diesem Thema veröffentlicht hat und ein ausgewiesener Experte ist. Für Geschichte referiert Sven Hamann, Lehrer in Ahrensburg und langjähriger Mitarbeiter an der CAU zu Kiel, der auch schon erfolgreich Lehrerfortbildungen durchgeführt hat. Schließlich wird Dr. Silke Krohn (Stiftung preußischer Kulturbesitz, museum4punkt0) für die Kunst eine Annäherung sprechen. Auch Lehrkräfte, die nicht Geschichte und/oder Kunst unterrichten, sind herzlich eingeladen, da die besprochenen Sachverhalte auch eine hohe Übertragbarkeit auf angrenzende Bereiche haben. Anschließend folgt ein Markt der Möglichkeiten, der durch die Mittagspause unterbrochen wird. Zahlreiche Museen und kulturelle Einrichtungen des Landes Schleswig-Holstein präsentieren sich in den verschiedenen Räumen an Ständen und mit sehr kurzen Impulsreferaten, sodass Sie einerseits eine große Zahl von Ideen erhalten können, andererseits aber auch Möglichkeiten für Gespräche geschaffen werden, damit die titelgebenden „Begegnungen“ auch tatsächlich stattfinden können.

Zum Abschluss führen wir eine Podiumsdiskussion durch. Hier sprechen wir mit Vertreterinnen und Vertretern ganz unterschiedlicher Einrichtungen über Chancen und Risiken des Lernens in der digitalen Welt mit Bezug auf das Thema des Landesfachtags. Auch hierzu haben die Einrichtungen viel beizutragen. Gleichzeitig wird es die Möglichkeit für Sie geben, sich über Fragen aktiv zu beteiligen.

Landesfachtag Kunst 2019: Material & Improvisation 

Am 9. November 2019 fand der Landesfachtag Kunst des IQSH in Kooperation mit der Abteilung Kunst & visuelle Medien in den Gebäuden der Universität statt. 130 Kunstlehrer:innen kamen zu Vorträgen, Workshops und Diskussionen zum Thema „Material & Improvisation“.

Dabei ging es um Beschränkungen und Möglichkeiten: Welches Material habe ich für meinen Unterricht überhaupt zur Verfügung. Aber auch: Welches – vielleicht überraschende – Potenzial birgt das Material? Welche Grenzen gibt das Material bei der Gestaltung vor? Können die Lernenden das Material voraussetzungslos bearbeiten oder gibt es Hürden wie etwa fehlendes Werkzeug? Gerade in Mangelsituationen stellt sich oft eine neue Frage: Was mache ich, wenn ich nichts zur Verfügung habe und spontan improvisieren muss? Was bedeutet Improvisation überhaupt? Unterscheidet sich Improvisation in der Kunst vom Alltagsverständnis des Begriffs? Und warum ist es wichtig, dass Lernende dazu befähigt werden, in bestimmten Situationen eine kreativ-experimentelle Haltung einzunehmen? Gleichzeitig wurde eine Frage immer mitgedacht: Wie nachhaltig sind eigentlich die Materialien, die ich einsetzen möchte? 

Vorträge und Workshops: Dr. Margit Schild: Ideen haben Geschwister. Im Netzwerk des Improvisierens. Sowie: Prof. Dr. Manfred Blohm: Die Wahrnehmung verrücken – Ungewöhnliche Blicke auf alltägliche Gegenstände im Kunstunterricht; Berit Ertakus: Experimentieren mit Ton; Werner Fütterer: Ein Thema – mehrere Möglichkeiten. Grundlagenübungen im Kontext von künstlerischem Denken und Handeln; Dr. Eva Pluharova-Grigiene: Material – eine Perspektive in die Kunstgeschichte; Ruth Henniges: Sammeln – Sortieren – Installieren – Fotografieren; Dr. Markus Herschbach: Warum Nichts so hilfreich ist; Katja Lell: «Une minute pour une image» – Ein Unterrichtsprojekt weiter-erzählen; Johanna Ludwig: Kreativität im Druckprozess; Elke Mark: Funny Feeling – spürbares Wissen; Prof. Dr. Tania Meyer: the material is the message; Prof. Dr. Friederike Rückert: Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Lösungen – Improvisation im kunstpädagogischen Alltag; Dr. Jutta Zaremba: Global Art – Improvisationen.

Landesfachtag Kunst 2018: Kunstgeschichte

Im Zentrum des diesjährigen Landesfachtags Kunst steht die Frage, wie Kunstgeschichte als integraler Bestandteil von Kunstunterricht schülerorientiert und angebunden an die Arbeitsfelder der Fachanforderungen Kunst gelehrt und gelernt werden kann. Hierfür werden sowohl theoretische Positionen von Hochschullehrenden des Landes Schleswig-Holstein vorgetragen und mit den Teilnehmenden diskutiert, als auch schulpraktische Erfahrungen von Lehrkräften verschiedener Schularten innerhalb von Workshops vorgestellt. Durch diese verschiedenen Formate, die Kombination von Impulsen, Diskussionen und die Vorstellung von konkreten Beispielen, soll ein motivierender Austausch angeregt werden, der zeitgemäße Herangehensweisen an Kunstgeschichte im Kunstunterricht befördert.

Vorträge und Workshops: Melanie Appelt, Dipl-Des. Hannah Bauhoff, Prof. Dr. Klaus Gereon Beuckers, Prof. Dr. Manfred Blohm, Werner Fütterer, Annina Gamp, Ellen Heider, Prof. Dr. Ingrid Höpel, Martina Ide, Dr. Christine Korte-Beuckers, Prof. Dr. Almut Linde, Elke Mark, Friederike Rückert, Eva-Maria Sahle, Meike Schlemmer M.F.A., Dr. Susanne Schwertfeger, Dr. Jutta Zaremba. (Konzeption: Friederike Rückert.)

Impulskongress Digitale Bildung und Fachunterricht 2018

Das Lernen mit und über digitale Medien bietet für Schulen und Lehrkräfte in Schleswig-Holstein große Chancen, stellt sie aber zugleich vor erhebliche Herausforderungen. Auf Basis der KMK-Strategie „Lernen in einer digitalen Welt“ kommt dabei dem Fachunterricht eine zentrale Bedeutung zu: Hier entscheidet sich in besonderer Weise, in welcher Form Schülerinnen und Schüler adäquat auf zukünftige persönliche und berufliche Herausforderungen „in der digitalen Welt“ vorbereitet werden. Dieser Impulskongress dient als Auftakt für ein umfassendes Programm der Fachfortbildung und kollegialen Hospitation in Schleswig-Holstein in den kommenden Jahren, um das Wissen und den Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht in besonderer Weise zu akzentuieren. Zahlreiche Vorträge und etwa 140 Workshopangebote versammeln sich in und rund um den Audimax. Die Angebote des Faches Kunst finden im Kunsthistorischen Institut / Kompetenzzentrum für Kunstpädagogik der CAU statt. Organisation: Friederike Rückert

Vorträge und Workshops des Faches Kunst: Dr. Ahmet Camuka & Prof. Dr. Georg Peez: Einsatz von Smartphones und Tablets im Kunstunterricht. Sowie: Prof. Dr. Axel Buether, Friedhelm Büchele: Didaktik des Lernfilms – Zur Integration digitaler Medien in Lehrerbildung und Fachunterricht; Dr. Ahmet Camuka: Augmented Reality im Kunstunterricht. Potenziale für die Praxis; Klaus Küchmeister: Das Smartphone im Kunstunterricht – Chancen und Herausforderungen für eine Filmbildung mit mobilen Geräten und digitalen Potenzialen; Friederike Rückert: Stop-Motion-Filme mit dem Tablet erstellen – ab Klasse 1; Tobias Thuge: Quadratisch, praktisch – gut für Unterricht? Digitale Fotografie und Foto-Apps im Kunstunterricht; Dr. Lars Zumbansen: 3D-Druck-Design im Kunstunterricht.

Internationale Tagung (6.-7.6.2017) Bewegte Welt // bewegte Bilder

Ein großer Teil dessen, was Kinder und Jugendliche von der Welt sehen und kennen, wird ihnen medial über Bewegtbilder vermittelt. Seit einigen Jahren sind sie zudem in der Lage, sich selbst an der globalen Bewegtbildproduktion zu beteiligen, indem sie beispielsweise selbst erstellte Filme über Onlineplattformen und soziale Netzwerke distribuieren.
Die technologischen Entwicklungen stellen die Kunstpädagogik und andere Fachdisziplinen, die sich dem übergreifenden Auftrag der Film- und Medienbildung stellen, vor neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen. So sind inzwischen filmische Raritäten online verfügbar geworden, die man über Jahrzehnte kaum beschaffen konnte. Lehr- oder Lernfilme können nicht mehr nur didaktisch nutzbar gemacht, sondern von den Lernenden selbst hergestellt werden. Die Multifunktionalität der digitalen Endgeräte macht diese zu Aufnahme-, Bearbeitungs- und Wiedergabemedien in einem, mit denen Spielfilme, Dokumentarfilme, Animationen oder auch Mischformen rezipiert, aber auch produziert werden können.
Bedingt durch diesen Wandel stellt sich umso mehr die Frage nach nötigen Veränderungen sowie nach grundsätzlichen Konstanten im Umgang mit Bewegtbildern. Durch einen multiperspektivischen Blick auf das Themenfeld sowie die Verzahnung von Ansätzen aus Theorie und Praxis unternahm die Tagung den Versuch, sich dem pädagogischen Potenzial des Bewegtbildes von mehreren Seiten anzunähern. Vorgestellt wurden best practice-Beispiele und Lehrinnovationen, theoretische Konzeptionen und praktische Umsetzungen auf Schul-, Studien- und Wissenschaftsebene. Unter den Referent*innen befanden sich profilierte Wissenschaftler*innen, Lehrer*innen, Student*innen und Filmemacher*innen aus Deutschland, Dänemark und Norwegen. Eine Publikation zur Tagung befindet sich aktuell in Erarbeitung. (Konzeption und Organisation: Friederike Rückert)

Studientag 2015: Aktuelle Positionen der Kunstdidaktik

Ziel des wissenschaftlichen Austausches mit internationalen Teilnehmern zum Thema ‚Aktuelle Positionen der Kunstdidaktik‘ war, aktuelle Fragestellungen der Kunstdidaktik zu fokussieren und angesichts der Herausforderungen der Gegenwart zukünftige Aufgaben und Modelle zu diskutieren. Theorie und Praxis wurden in ihrer Wechselbeziehung zueinander thematisiert und vor den Hintergrund gegenwärtiger Forschungsergebnisse verortet. Mehrperspektivisch hat sich der Blick auf die Phänomene Bild, Medien, Design, Architektur, Performativität und Kunstvermittlung konzentriert und diese kritisch im Hinblick auf ihre Bedeutung im Kontext der Kunstdidaktik reflektiert, um einen Einblick in verschiedene Zugangsweisen in kunstdidaktische Bereiche zu geben. Die Diskussion am Tag selbst hat gezeigt, wie stark Grundsatzfragen der Kunstpädagogik und deren theoretische Vertiefung in den einzelnen kunstdidaktischen Disziplinen eine zukunftsfähige Kunstvermittlung determinieren und aktuell in der Diskussion stehen. (Konzeption und Organisation: Martina Ide, Dr. Christine Korte-Beuckers, Friederike Rückert.)