Unsichtbares sichtbar machen

Bildung für nachhaltige Entwicklung fächerverbindend lehren in den Studiengängen Master of Education Kunst und Master of Education Biologie (Prof. Dr rer. nat. Kerstin Kremer (IPN) und Friederike Rückert (Kunsthistorisches Institut))

Sowohl Bildung für nachhaltige Entwicklung als auch Medienbildung werden derzeit als prioritär zu behandelnde gesamtgesellschaftliche Herausforderungen gesehen, die auch in der Lehramtsbildung an den Universitäten Berücksichtigung finden müssen. Die Herangehensweisen an die beiden Bereiche variieren jedoch je nach Fachdisziplin. Da sowohl Nachhaltigkeit als auch Medienbildung als interdisziplinäre Bildungsaufträge gesehen werden, wurde im Sommersemester 2017 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel eine fächerverbindende Lehrveranstaltung durchgeführt, in der am Beispiel des Lehr- oder Lernfilms beide Bereiche verschränkt gelehrt und von den Studierenden in interdisziplinären Tandems bearbeitet wurden.

Im Vordergrund der Lehrveranstaltung stand zum einen die Sensibilisierung für den Themenkomplex nachhaltige Entwicklung als einen zentralen Bildungsauftrag von Schule sowie zum anderen die Erweiterung der eigenen Medienkompetenz – ebenfalls unter dem Aspekt der späteren Vermittlung in der Schule. Um den Kompetenzerwerb sicherzustellen, wurde eine handlungs- und forschungsorientierte Lehrform gewählt: Die Studierenden erarbeiteten in Teams einzelne Aspekte des Themenkomplexes „Virtuelles Wasser“ und setzten anschließend Stop-Motion-Filme zu ihrem Thema um, die als Lehr- oder Lernfilme für den Unterricht dienen können. Hierfür nutzten sie Tablet-Computer, in unserem Falle iPads, und die App „Stop Motion Studio“.
Zudem erwarben die Studierenden Fähigkeiten zur späteren Vermittlung der angeeigneten Kenntnisse und Fähigkeiten im fächerverbindenden Unterricht an der Schule. Sie diskutierten die Aspekte Nachhaltigkeit und Medienbildung aus wechselseitiger Perspektive, nahmen im Seminar die Rolle von Lehrenden ein und entwickelten Stundenentwürfe und Unterrichtseinheiten zum Thema als Transferleistung für die spätere berufliche Praxis. Somit sollte gewährleistet werden, dass die Studierenden Zusammenhänge zwischen den beiden Fächern im Bereich Lern-Lehr-Film didaktisch umsetzen lernen und die Bereitschaft zu interdisziplinärem Denken in ihren späteren beruflichen Alltag implementieren können.

Das Lehrprojekt wurde gefördert aus dem PerLe-Fonds für Lehrinnovation der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Weitere Informationen
auf dem Blog „Einfach gute Lehre Lehramt“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
http://www.gute-lehre-lehramt.uni-kiel.de/praxisbeispiele/biologiekunst/
und auf dem Blog „Einfach gute Lehre“ des Projektes PerLe der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
http://www.einfachgutelehre.uni-kiel.de/allgemein/unterricht-fuer-die-generation-youtube/